ENTWURFSIDEE
Vorgestellt wird ein städtebaulich anspruchsvolles Projekt mit hoher Freiraumqualität, ökologischem Gebäudekonzept in kombinierter Holz- und Massivbauweise und eine nachhaltige Energieversorgung mittels Geothermie, Wärmerückgewinnung aus Abwasserressourcen und Photovoltaik.
Die Vernetzung mit der Umgebung passiert auf unterschiedlichen Ebenen:
Städtebaulich wird der Übergang von gewerblicher, großvolumige Struktur entlang der Alpenstraße im Westen zur feingliedrigen Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern und Parkanlage im Osten interpretiert.
Freiräumlich wird der großzügige Grünraum mit hohem Baumbestand vom Osten her in die Wohnanlage hineingeführt, durchdringt ihn und findet Anschluss an die alleenartig bepflanzten Straßenzüge beidseitig des Planungsgebietes.
Die Adressbildung entsteht entlang einer Nord-Süd verlaufenden Promenade, die eine neue, großräumig wichtige Wegverbindung schafft. An dieser Promenade werden Plätze und Orte für unterschiedlichste Nachbarschaftsaktivitäten generiert. Großzügig überdachte Hausein- und Durchgänge, zentral positionierte Gemeinschaftsanlagen, Spielplatz- und Sitzmöglichkeiten sind locker aneinandergefügt. Große bestehende Bäume werden mit wenigen neuen ergänzt und schaffen so einen qualitätsvollen beschatteten Ort des Durchwanderns und Verweilens.
Die Bebauung selbst besteht aus vier Gebäudekonglomeraten, die im Wesentlichen aus jeweils drei Einzelhäusern mit gemeinsamer Erschließung bestehen. So wird eine der Umgebung angepasste kleingliedrige Maßstäblichkeit erreicht, die mit der angrenzenden Einfamilienhaussiedlung in sympathisierenden Dialog tritt.
Die Wohnungen profitieren von zweiseitigen über Eck geführten Orientierungen. Die Ausblicke und Freiräume bieten ausreichend Privatsphäre und zeigen einfache sparsamen Grundrisse. Die Erschließungsbereiche haben alle Außenbezug und natürliche Belichtung.
Die Lebenshilfe ist ebenerdig im Süden situiert, mit innenliegendem Atriumgarten und umlaufenden Wohneinheiten.
Eine leichte Orientierung ist durch eine umlaufende, Kreuzgangartige Erschließung abgestimmt auf Menschen mit Beeinträchtigung gegeben. Durchblicke und funktionelle Zusammenhänge, sowie Einteilung in private und öffentliche Freiräume erleichtern den Betrieb. Das räumliche Zusammenspiel zwischen Wohn- und Freibereichen wird über Nischenartige Terrassen ermöglicht.
BAUWEISE UND STATISCHES KONZEPT
Das Projekt ist in Holzhybridbauweise konzeptioniert, das Stiegenhaus und die Sockelbauten in Massivbauweise, die oberen 4 Geschosse jeweils in Holzhybridbauweise. Die Geschossdecken sind aus Beton und bauteilaktiviert.
GEBÄUDETECHNISCHES KONZEPT
Ziel ist es, ein Plus-energie-Quartier zu schaffen. Ein geschlossener ökologischer Energiekreislauf soll aus oberflächennaher Geothermie und mittels Wärmerückgewinnung aus häuslichem Abwasser Energie erzeugen. PV-Anlagen versorgen die Wärmepumpen, Anlagen und Wohnungen mit Strom, der über das Quartier hinaus auch in ein übergeordnetes Netzwerk integriert werden soll.