Der bestehende Dachboden soll ausgebaut werden und zum Innenhof hin mit einem Glasanbau samt Dachterrassen versehen werden. Die raumprägenden alten Holzkonstruktionen des bestehende Dachraumes bleiben erhalten, die Dämmung wird als Aufsparrendämmung angebracht. Das Dach erhält eine neue, dem Bestand entsprechende, historische Ziegeldeckung mit Saumverblechung. Die bestehenden Dachfenster werden in gleicher Größe erneuert und durch zwei weitere rhythmisch ergänzt. Durch diese Sanierungsmassnahmen bleibt der Charakter des Eckgebäudes zum Hauptplatz hin ungestört erhalten.
Im hofseitigen Zentrum der U-förmigen Dachlandschaft wird ein nachträglich eingebauter Dachanbau abgerissen und an dessen Stelle ein Glasbaukörper mit begehbarer Dachterrasse errichtet. Das Dach dieses neuen Elementes kragt bis maximal 1,5m über die Baufluchtlinie aus und ermöglicht so eine Blickbeziehung zur Straßenflucht. Die schlanke Stahlkonstruktion tritt gegenüber der Hauptfassade als schwebender Flügel zurückhaltend in Erscheinung. Die Detaillierung der darunterliegenden Traufenkanten erfolgt wiederum nach Bestand und historischem Vorbild.
Die neuen Flächen im Dachgeschoss werden sowohl als Erweiterung der bestehenden Wohnräumlichkeiten im Obergeschoss genutzt, sowie als Abstellräume für die Apotheke. Im Bereich des in den siebziger Jahren angebauten Westflügels werden die Fassade mit einer Wärmedämmung versehen und die Fenster erneuert. Im Innenbereich werden die nicht tragende Innenwände sowie der Treppenlauf umgebaut.