Eine ehemalige Lagerhalle der Glockengießerei Oberascher wird zu einer Brauerei mit Ausschank umgenutzt.
Die Projektierung erfolgt auf Basis des städtebaulichen Gesamtkonzeptes der Gusswerk Eventfabrik. Im nord-östlichen Bereich neben den Parkplätzen gelegen soll ein öffentlich zugänglicher Restaurant/Lokalbereich entstehen. Die Brauerei fügt sich inhaltlich wie örtlich in dieses Umfeld ein.
Die bestehende Halle ist mehr ein Rohbau-Zubau zu dem benachbarten Sichtziegelgebäude, und nicht als historisch erhaltenswert einzustufen. Dennoch ist in der Einfachheit der Halle, zusammen mit dem offenen Gespärre eine räumliche Qualität zu entdecken, die freizulegen sich lohnt.
Die prinzipielle Einfachheit wird in vielen Bereichen funktionell, technisch aber auch atmosphärisch herausgearbeitet:
1. Aufwertung des äußeren Erscheinungsbildes.
2. Grundrissanpassung an die Funktionsbereiche Brauerei und Ausschank.
3. Vernetzung von Innen- und Außenräumen.
4. Interpretation des gastlichen Lebensgefühles durch Einsatz adäquater Materialien.
Brauhaus und Nachbargebäude sind voneinander abhängig und zeigen das auch.
Eine Durchdringung von innen nach außen wird durch verglaste Öffnungen speziell an der nördlichen Giebelfront erreicht. Es ist ein Spiel mit dem Licht, mit Durchsichten, Blickrichtungen und Ausschnitten, mit Offenheit und Funktionalität im Braubereich, sowie Atmosphäre, Stimmigkeit und Geborgenheit im Gastbereich. Es gibt Zonen für Gemeinsamkeit und Zonen für Zurückgezogenheit. Im Inneren des Halle werden diese Bereiche durch Materialien, Niveauunterschiede und Trennwandelementen genauer definiert.
Das Brauhaus Gusswerk soll für alle Besucher ein Zentrum des Genusses, der Kommunikation und der Gemütlichkeit sein.
Durch einzigartige Architektur werden traditionelle Werte mit modernen Aspekten verbunden. Die Gäste werden eingebunden in die Welt der Bierbrauerei, des Handwerks und des Genusses.
Einzig in Österreich ist auch das Bier, welches ausschließlich mit Rohstoffen aus biologisch-dynamischem Anbau (nach Demeter-Richtlinien) hergestellt wird.
Braumalz aus dem Burgenland und feiner Mühlviertler Aromahopfen werden schonend zu einem mild-würzigen Bier verarbeitet. Nach einer mehrwöchigen Lagerzeit wird es ungefiltert in Flaschen und Fässer abgefüllt. Dabei bleiben alle wertvollen Vitamine und Spurenelemente erhalten.
Na dann Prost!