Strobl Architekten

Gestalterische Lösung

Zeitgemäßes Bauen in historischer Bausubstanz -
– von Traditionen lernen und mit neuen Mitteln interpretieren.


Entwurfsidee:

Das Mesnergut wird im ältesten Teil saniert und die Besonderheit der Raumproportionen mit entsprechenden Nutzungen gefüllt. Das neuzeitliche bestehende Stallgebäude wird Richtung Norden erweitert. Es erhält eine Art Brücke, typologisch den klassischen Scheuneneinfahrten entlehnt, die nun als Vorplatz eine wichtige Verbindung von der Straße in den Gemeindesaal bildet.

Gesamtstruktur:

Die Konstruktion der Bestandshalle mit Rahmenbindern bleibt statisches Grundprinzip und erfährt im Verlängerungsbauteil eine leichte Verschiebung. Diese Raumkurve entsteht aus dem topografische Spannungsfeld von Gemeindezentrum, Kirche und Landschaft.

Architektonische Qualität:

Die Fassaden des alten Bauernhauses bleiben erhalten, der eingeengte Zwischenraum zur Kirche wird geöffnet und mittels neuer Terrassengestaltung erhält der Kirchenvorplatz eine großzügige Erweiterung hin zum Gemeindezentrum.
Die Fassade des Stallgebäudes interpretiert die klassische Bretterschalung neu. Eine umlaufende Schicht aus vertikalen, drehbaren Holzpanelen generieren für den Innenraum unterschiedliche Lichtszenarien. Je nach Gebäudeachse können die Lamellen anders eingerichtet werden um bestimmte Saalbereiche hervorzuheben, oder andere abzudunkeln. Ausblicke können gezielt eingefangen werden, die Kirche zum Beispiel als Prospekt hinter der Bühne sichtbar gemacht oder auch ausgeblendet werden. Der Vorplatz des Gemeindesaales ist großzügig überdacht und bietet als Terrasse einen herrlichen Ausblick ins Alpenvorland.

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