Im Kontext der Zeit
Der bestehende Sichtziegelbau ist in seiner feinen Strukturierung ein erhaltenswertes Gebäude. Mit seinen konstruktiven Holzeinbauten für das Obergeschoß knüpft er an die Tradition der genossenschaftlichen Getreidekästen von Landgemeinden an.
Die räumliche Qualität entsteht auch und vor allem im Innenbereich durch diese Wechselspiel der äußeren Ziegelhülle und inneren Holzeinbauten. Die prinzipielle Einfachheit wird funktionell, technisch und atmosphärisch herausgearbeitet: 1. Aufwertung des äußeren Erscheinungsbildes durch Rückbau der Fensteröffnungen.
2. Grundrißeinteilung mit Abrücken der Geschoßdecke vom Rand der Außenwände
3. Belichtungsführung über die Außenwände
4. Einrücken des Eingangsbereiches zur Außenanlage.
Das neue Erscheinungsbild
Die Fassaden werden behutsam gereinigt, Übergroße Öffnungen rückgebaut und saniert. werden Im Bereich des neuen Zuganges wird ein Glaskörper als Eingang nach Innen gestülpt um einen Vorbereich zu erhalten ohne die Durchfahrt davor zu unterbrechen.
Im Innenbereich werden die Sichtziegel ebenfalls gereinigt und die Holzkonstruktion gebürstet und saniert. Im Randbereich wird auf eine Breite von 120cm der Holzdielenboden entfernt und auf die bestehende Sparrenkonstruktion ein Gitterrost gelegt. Damit wird das Licht der oberen Fenster bis auf Erdgeschoßniveau heruntergebracht.