Das Bad ist längst nicht nur ein Ort wo man sich wäscht, die Schmutzwäsche versorgt und schnell mal die Zähne putzt. Das Bad ist viel mehr ein Erhohlungsort wo man sich auch mal zurückziehen kann, wo man sich entspannt, relaxt und es sich gut gehen lässt. Ob das mit einer Massage passiert, einem guten Glas Wein in einem Schaumbad, betäubende Düfte oder sonstigen Zutaten. In jedem Fall muß das Bad neben der Funktion als "Reinigungsmaschine" für Körper und Schmutzwäsche auch die Funktion als Reinigungsmaschine für die Seele übernehmen. Ein unterstützendes Instrument zum Wohlbefinden.
Der vorgegebene Raum wird demfolgend in zwei Bereiche eingeteilt: Zum ersten in den streng funktionell eingeteilten Bewegungsbereich um das Waschbecken, den Waschmaschinenturm und die Regalflächen. Dieser Bereich wird durch die eher kühl wirkenden Steinplatten gekennzeichnet. Der zweite Bereich ist ein abgehobenes Podest in dem eine Badewanne vollständig eingelassen ist, sowie ein kaum in Erscheinung tretender Duschbereich mit unsichtbarem Ablauf unter dem Holzrost. Diese Fläche aus warm wirkendem Teakholz ist auch als Liegewiese verwendbar, es ist genügend Platz für Polster, Pflanzen und dekorative Einzelstücke. Mit diesen Gegensätzen wird bei der Gestaltung der Wand- und Bodenflächen wiederholt gespielt, zum Teil findet sich das Teakholz im Steinbereich hinter dem Waschbecken und dem WC wieder, die Steinplatten an der Wand wiederum greifen über bis in den Entspannungsbereich der hölzernen Wellness-Oase. Im Deckenbereich dient eine Holzplatte als Verbindungselement zwischen den beiden Raumteilen, sie verbirgt ein indirektes Licht und versteckt das Abgasrohr der Gastherme.
Es fügen sich weitere Elemente wie die satinierten Glasscheiben hinzu, ein Bild hinter der Badewanne dient als Blickfang und gleichzeitig Raumabgrenzung. Die keramischen GegenstŠnde sind einfach und geradlinig in Ihrer Form gehalten. Das einzige Möbelstück ist multifunktional ausgelegt, es verbirgt Waschmaschine und Trockner, der waschbeckenseitige hohe Spiegel ist öffenbar und durch die Drehung kann er von mehreren Richtungen verwendet werden. Über dem Trockner verbirgt sich noch ein tiefes Regal für Badetücher. Von der Seite des WC«s ist ein Regal für alltägliche Dinge wie Toilettenpapier, Binden, Zeitschriften und sonstigen Krimskrams vorgesehen. Entlang der Steinwand befinden sich vier Glasregale für Badeutensilien, ein Großteil ist durch einen verschiebbaren Spiegel abgedeckt. Das Licht unterstützt die unterschiedlichen Zonen, so gibt es ein indirektes Licht, welches die Struktur des rauen Schieferplatten entlang streift, im Bereich des Waschbeckens ist ein zusätzliches seitliches Licht geplant und im Bereich der Badewanne wird das Bild mittels dimmbarem Spott angeleuchtet. In die kleine Fensternische neben der Eingangstüre wird ein Leuchtmittel eingesetzt und mit einer satinierten Glasplatte raumseitig geschlossen.