Urbanität entsteht durch Verdichtung.
Qualitätsvolle Verdichtung entsteht durch lebendige Leichtigkeit.
An der Schnittstelle zwischen Ignaz-Harrerstraße und Stadtwerkeareal hat der neue Wohnbau zwei Aufgaben zu erfüllen: Einerseits bildet er die Grenze eines jungen Stadtviertels, des Stadtwerkeareals. Andererseits muss er dieses Areal zur Ignaz-Harrerstraße hin sichtbar machen.
Das Projekt versteht sich als Vermittler zwischen der blockartigen Randbebauung im Norden auf der einen Seite und den Einzelhäusern im Süden auf dern anderen. Die lebendige Kraft des neuen Stadtwerkeareals drückt sich durch die ehemals abschirmende Mauer der Ignaz-Harrer Strassenflucht.
Der bestehende Rücksprung an der Straße generiert einen besonderen Freiraum für die Stadt, der durch gezielte Interventionen nochmals verstärkt wird:
An der Ecke Rosseggerstraße schafft ein erster auskragender Kopfbau den Übergang zur westlichen Bebauung und der große Freiraum des Stadtwerkeareals erhält einen zweiten Gebäudehochpunkt zur Markierung des Nord-Südkorridors.
An der Rosseggerstraße wird die Typologie der Wohnhäuser des Stadtwerkeareals weitergeführt. Mit präzise generierten Einschnitten und abgestuften Baukörpern wird ganz bewusst der Unterschied zwischen Einzelkörpern des Stadtwerkeareals und der geschlossenen Bauweise an der Ignaz-Harrerstraße betont.