Strobl Architekten

Das “Aquarium” als neue Mitte der BAUSPARKASSE WÜSTENROT


Aufgabenstellung:
Im Zentrum des Hauptgebäudes liegt eine geschlossener Lichthof, ein räumliches Überbleibsel  aus einer Zeit, in der die Großraumbüros noch über zwei Geschosse offen waren und mit Schmetterlingstreppen verbunden waren.
Dieser überdachte Innenhof wurde später mit Glasfassaden von den Büroflächen abgetrennt. Beschattungssysteme und satinierte Folien versuchten, die Arbeitsplätze vor direktem Sonnenlicht und Einblicken zu schützen. Eine Atmosphäre entstand, die an die Kälte eines leeren Aquariums erinnert.
Unsere Aufgabe ist nun, diesen Raum wieder in Beziehung zu den Büros zu setzen, ihn zu aktivieren und neu zu gestalten.


Konzeptionelle Nutzung:
Auf Grund seiner exponierten Lage kann das Aquarium nicht zu einem Raum werden, in dem sich Mitarbeiter gerne aufhalten. Keiner setzt sich gerne in eine „Auslage“.
Das Volumen hat aber andere verborgene Qualitäten, die wir sichtbar machen wollen.
Die Arbeitsplätze erfahren eine großzügige räumliche Erweiterung.
Die natürliche Belichtung der tiefen Räume bringt spürbares Wohlbefinden.
Im weiteren Sinn bildet dieser Raum die metaphorische Mitte der Bausparkasse.


Funktionelle Nutzung:
Der Raum funktioniert als Übergangszone zwischen Außen und Innen, und genauso als Mediator zwischen den Abteilungen der Bausparkasse. Er dient als Lichtlenker und Schattenspender, als Verbinder, als Filter, als Spannglied, als Ort der Ruhe und der Kommunikation.


Architektonische Elemente:
Das Volumen wird leer geräumt, der Boden erhält eine spiegelnde schwarze Oberfläche. Vier Netze spannen sich scheinbar unwillkürlich als Segelzwischen den Rändern auf. Nach den Beschattungserfordernissen sind sie mehr oder weniger dicht mit Streckmetallelementen belegt.
Die bestehenden Beleuchtungsskulpturen werden saniert, mit Motoren zur Absenkung ausgestattet. Sie vermitteln wie Luftblasen zwischen oben und unten. Als Orientierung und Blickfang werden zwei Inseln symbolhaft in den Brennpunkten der Netze aufgestellt.
Ergebnis ist eine spannungsgeladene Raum-Installation mit funktionellem Hintergedanken.

In der Mitte liegt die Kraft.
Hinnerk Polenski

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